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Ein Schritt in die richtige Richtung - für mehr Tierschutz
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Die Europäische
Masthuhn-Initiative

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Nach etlichen Jahren ohne größere Tierschutz-Fortschritte für Masthühner haben sich knapp 30 NGOs aus ganz Europa zusammengetan, um – unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – Mindestanforderungen an die Hühnermast zu definieren. Das Ergebnis sind Maßnahmen, die an den gravierendsten Tierschutzproblemen ansetzen.

Unternehmen aus der Lebensmittelwirtschaft, die wichtige Schritte gehen und Standards setzen wollen, unterstützen die Europäische Masthuhn-Initiative und setzen deren Kriterien um. Wer die Unterstützer sind, erfahren Sie unten auf dieser Seite.

Das Problem

Auf extrem schnelle Gewichtszunahme gezüchtet

Infografik Masthuhnentwicklung Infografik Masthuhnentwicklung

Platzmangel & Langeweile

In der heute üblichen Hühnermast leben bis zu 26 Tiere auf einem Quadratmeter. Sie werden in kargen, künstlich beleuchteten Ställen gehalten, in denen es praktisch nichts für sie zu tun gibt, außer zu fressen und zu trinken.

Krankheiten & Verletzungen

Zu den häufigsten Krankheiten und Verletzungen zählen:
  • Knochendeformationen
  • Fußballenentzündungen
  • Hautentzündungen bis hin zur Entstehung von Brustblasen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankungen der Atemwege
Infografik Masthuhn Erkrankungen

Wir ersparen Ihnen die Bilder. Aber wussten Sie, dass Hühner in Deutschland während der Mastdauer von 39 Tagen durchschnittlich an 10 Tagen ein Antibiotikum erhalten? Ohne diese Behandlung würden viele Tiere die Mast nicht überleben. Nicht selten sterben bis zu 5 % der Masthühner auch mit Antibiotika-Behandlungen vor dem Schlachttermin.

Kriterien & Zeitrahmen

Die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative

Das Ziel der Initiative ist es, die oben genannten Probleme möglichst deutlich zu lindern – vor dem Hintergrund, dass die Preisaufschläge zum gesetzlichen Minimum nicht zu groß sein dürfen.

Standard in DE Masthuhn-Initiative
Platz
bis zu 26 Tiere pro m² (39 kg/m²) bis zu 20 Tiere pro m² (30 kg/m²)
Zucht
stark überzüchtet begrenzt
Tageslicht
teilweise ja
Sitzstangen
keine 2 m pro 1.000 Tiere
Pickmöglichkeiten
keine 2 Gegenstände pro 1.000 Tiere
  Standard in DE Masthuhn-Initiative
Platz bis zu 26 Tiere pro m² (39 kg/m²) bis zu 20 Tiere pro m² (30 kg/m²)
Zucht stark überzüchtet begrenzt
Tageslicht teilweise ja
Sitzstangen keine 2 m pro 1.000 Tiere
Pickmöglich-
keiten
keine 2 Gegenstände pro 1.000 Tiere
  Standard in DE Masthuhn-Initiative
Platz bis zu 26 Tiere
pro m² (39 kg/m²)
bis zu 20 Tiere
pro m² (30 kg/m²)
Zucht stark überzüchtet begrenzt
Tageslicht teilweise ja
Sitzstangen keine 2 m pro 1.000 Tiere
Pickmöglichkeiten keine 2 Gegenstände
pro 1.000 Tiere

Darüber hinaus legt die Europäische Masthuhn-Initiative u. a. noch weitere Kriterien fest:

Tierschutzrecht: Erfüllung des europäischen Tierschutzrechts unabhängig vom Produktionsland
Haltungssysteme: Keine Käfige (werden in einigen Ländern eingesetzt)
Betäubung vor der Schlachtung: Betäubung in kontrollierter Atmosphäre mittels inerter Gase (die Betäubung wird kaum wahrgenommen) oder mehrstufiger CO2-Systeme oder effektive elektrische Betäubung ohne Kopfüberhängen (Kopfüberhängen verursacht viel Stress und führt oft zu Knochenbrüchen)
Kontrollen & Berichterstattung: Nachweis der Einhaltung der Standards durch Audits unabhängiger Dritter und jährliche öffentliche Berichterstattung zum Fortschritt der Umsetzung

Unternehmen, die die Masthuhn-Initiative unterstützen, verpflichten sich, diese Kriterien bis spätestens 2026 umzusetzen. Durch die besseren Bedingungen sinkt auch der Antibiotikabedarf. Sie können sich auch den gesamten Kriterienkatalog ansehen.

Der Zeitrahmen

Die Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen hinter der Europäischen Masthuhn-Initiative haben sich auf die Frist 2026 geeinigt, weil es ihnen darum geht, alle europäischen Länder mitzunehmen. Die meisten Länder in Süd- und Osteuropa liegen in Tierschutzfragen deutlich hinter einigen Ländern aus West- und Nordeuropa. Dementsprechend länger werden Unternehmen dort brauchen, um ihre Tierschutzstandards anzuheben. Besonders ambitionierte Unternehmen verpflichten sich, die Kriterien vor 2026 umzusetzen.

Eine sofortige Umstellung ist allerdings selbst in Ländern wie Deutschland schwierig, denn noch gibt es wenige Angebote am Markt, um die Kriterien der Europäischen Masthuhn-Initiative umzusetzen, wie diese Tabelle zeigt: Vergleich Tierschutz-Label Deshalb entscheiden sich die meisten Unternehmen dafür, eine Selbstverpflichtung abzugeben, die Kriterien bis zu einem gewissen Jahr komplett zu erfüllen und in der Zwischenzeit schrittweise umzustellen. So senden sie Signale an die Mast- und Schlachtbetriebe, die daraufhin ein Angebot schaffen.

Unterstützer

Diese Unternehmen unterstützen die Europäische Masthuhn-Initiative und werden die Kriterien umsetzen. Klicken Sie auf die Logos, um mehr zu erfahren.

Elior Group Unilever Nestle Danone Dr Oetker Sander Ikea Procuratio Apetito Peter Pane FRoSTA Sodexo Compass AccorHotels KFC